Guido

Lebt den Moment und er wird euch großartiges Schenken. Schätzt das Hobby und die damit verbunde Kreatur – tut alles, damit auch eure Enkel sich daran erfreuen können, an einem der wenigen Hobbies mit Ruhe (…)

Alles begann mit ca. 6 Jahren. Bei uns im Dorf befindet sich ein kleiner Teich, jeden Tag fuhr ich auf dem Weg zur Schule an diesem vorbei. Eines Tages saß dort ein älterer Mann und angelte – ich setzte mich dazu und beobachte sein munteres Treiben. Natürlich wurde auch der ein oder andere Fisch gefangen und ich ging begeistert nach Hause, um von meinem Erlebnis zu berichten. Bald darauf bekam ich meine erste Angel – blau bis ca. 20 Gramm Wurfgewicht (besitze sie noch heute!). Im Laufe des Jahres saß ich immer öfter an unserem Dorfteich und stelle den Fischen nach. Mit 8 kam der nächste große Schritt. Ich meldete mich im Angelverein an und war fortan stolzes Mitglied. Ich behaupte, dass ich bereits ab da der Sucht des Angelns verfallen war. Mit 12 begann ich mehr oder weniger mit dem gezielten Angeln auf Raubfische und fing 2 Jahre später meinen ersten Meterhecht mit 106cm auf einen dreiteiligen Wobbler. Ich war versaut (…)


Targets

Festnageln unmöglich! Alles, was irgendwie mit der Spinnrute zu fangen ist, wird auch versucht mit der Spinnrute zu fangen. Von Aland bis Zander, von Süß- über Brack- bis hin zum Salzwasser versuche ich mir immer neue Ziele zu stecken und diese auch zu erreichen. Dementsprechend vielseitig ist meine Angelei geworden. Jahrelang stand der Hecht ganz weit oben auf meiner Liste und dementsprechend viel wurde er beangelt. Mit Erlangen des Führerscheins wurden aber auch schnell andere Fischarten erreichbar und so wird, ähnlich wie bei Sebastian, gerade das befischt, was auch beißt. Ich bin keiner, der jetzt unbedingt genau den einen Fisch zu einer schlechten Jahreszeit fangen muss – wenn was anderes besser läuft, dann wird halt auf einen anderen Fisch geangelt. Demnach gibt es für mich 365 Tage im Jahr auch einen sinnvoll beangelbaren Fisch.

Techniques

Durch meine Vielzahl an Zielfischen gibt es auch eine Vielzahl an Methoden, die ich einsetze. Allgemein sage ich mal, dass ich weniger der Finess-Typ bin, sondern eher das genaue Gegenteil. Besonderen Ausdruck findet dies beim Hechtangeln – Köder von 40 cm sind an manchen Tagen normal und dementsprechend freue ich mich schon auf die neue 5 Oz Bigbait-Rute aus dem Hause Tailwalk. In den warmen Monaten geht natürlich nichts über das Topwatern (auch nachts) oder das Bigbait-Fischen im Freiwasser – egal auf welche Fischart. Ich liebe es am Wasser zu experimentieren, was mir schon so manchen Fisch mehr auf der Habenseite brachte, doch mehr sei noch nicht verraten. Der Blog braucht Stoff!

Tackle

Seit neuestem eher minimalistisch aufgestellt – das Leben eines Studenten ist hart und man muss Abstriche machen. So kommt es, dass ich zum Raubfischangeln „nur“ noch 5 Combos einsetze, mit denen ich aber dennoch vom Barsch- bis Bigbait-Angeln auf Hecht alles machen kann. Und wisst ihr was? Das reicht wirklich. Ich selbst brauche keine 5 Combos allein zum Barschangeln – da reichen zwei. Was in den Köderboxen los ist, das ist dann allerdings eine andere Geschichte – es gibt ja so viele tolle Sachen, die man mit der entsprechenden Ruten auch anbieten kann (mit ein wenig Gesuche findet man sie halt doch – die eierlegende Wollmilchsau – mit Abstrichen).[/tab]

Message

Seht alles nicht so verbissen und werdet keine reinen Bigfish Hunter. Keiner fängt nur große Fische, auch wenn es in den Medien manchmal anders herüber kommt. Vergesst nicht die Freude am Angeln und schaut auch mal um euch herum – die Natur bietet etwas, was in unserer heutigen Gesellschaft immer seltener wird: Ruhe! Also gönnt euch diese bei euren Ausflügen ans Wasser und überlegt nicht innerlich, wie schon euer nächster Facebook-Post zum heutigen Trip aussehen könnte. Lebt den Moment und er wird euch großartiges schenken. Schätzt das Hobby und die damit verbunde Kreatur – tut alles, damit auch eure Enkel sich daran erfreuen können, an einem der wenigen Hobbies mit Ruhe.